Oyster Perpetual Day-Date 36

Naturgemäss bringt das Frühjahr jede Menge Farbe ins Leben. Hinter bunten Blüten überall müssen weibliche und männliche Handgelenke keineswegs zurückstehen. Menschen mit etwas Mut bietet die Uhrenindustrie einen ganzen Strauss farbiger Statements. Ein Teil davon gilt dem chinesischen Jahr des Drachens, das am 10.Februar 2024 begonnen hat. Mit solchen Uhren braucht
man sich auch in Europa nicht zu verstecken.

TÖNENDER SAKERFALKE
In der Uhrenindustrie geniesst JeanClaude Biver einen Ruf wie Donnerhall. Kein Wunder, dass er am Abend seinesverdienstvollen Lebens noch eine eigene Uhrenmarke ins Leben gerufen hat. Ein Exempel eines von langer Erfahrung geprägten Schaffens statuiert Biver Watch nicht nur durch das komplizierte Automatikkaliber JCB-001 mit Tourbillon und
«Carillon»-Minutenrepetition, sondern auch durch den markanten optischen Auftritt dieses Unikats. Für das ausdrucksstarke Zifferblatt findet Coeur de Rubis, ein extrem seltenes und schwer zu bearbeitendes Edelsteinmineral, Verwendung. Die leuchtende Farbe spiegelt die katarische Flagge wider. Als Leinwand dient ein besonderes Stück Perlmutt. Überdies unterstreicht ein aus Weissgold gearbeiteter und manuell gravierter Würgfalke die künstlerische Dimension dieser Armbanduhr. In seinen Krallen funkelt ein Stern. Zurück zum Uhrwerk: Das Œuvre mit 72Stunden Gangautonomie besteht aus 374 Komponenten. Schutz bis zu fünf Bar Wasserdruck bietet ein Titangehäuse mit 42Millimetern Durchmesser.

FUNKTION UND FASHION
Bei der Kooperation zwischen Breitling und Victoria Beckham kann man mit Fug und Recht von einer Win-win-Situation sprechen. Durch den gestalterischen Einfluss der englischen Modedesignerin vereinen die populären, 36Millimeter messenden Kreationen Funktion und Fashion in sich. Technisch bleiben alle Merkmale des bekannten Chronomats erhalten. Zu ihnen gehören beispielsweise die charakteristischen Lünettenreiter. Stunden, Minuten, Sekunden und Datum zeigt das auf einem Sellita SW300 basierende Automatikkaliber
10.Breitlings prominente Partnerin hat sich um optische Details wie das B am hinteren
Ende des Sekundenzeigers und die Farbgebung gekümmert. Besonders stark ins Auge sticht die bis zehn Bar wasserdichte Version mit pfefferminzgrünem Zifferblatt. Erhältlich ist sie in Stahl oder Gelbgold. Ein Zifferblattaufdruck tut die Limitierung kund. Von jedem der drei Stahlmodelle gibt es 400Stück, bei Gold beträgt die Auflage jeweils 100 – macht zusammen exakt 1500Breitling «Chronomat Victoria Beckham 36Millimeter»

© Breitling

JAPANISCHE LACKTECHNIK
Wie schon in den Jahren zuvor präsentiert Chopard auch 2024 eine kunstvoll gearbeitete «L.U.C XP Urushi». Die auf 88 Exemplare limitierte Edition huldigt dem kürzlich begonnenen Jahr des Holzdrachen. Für das Zifferblatt kooperiert die Familienmanufaktur mit einem japanischen Spezialisten. Sehr detailliert zeichnet der auf die Urushi-Technik spezialisierte Künstler zunächst den Drachen. Danach geht es ans aufwendige Lackieren in mehreren Schichten. Durch Goldplättchen und Intarsien wirkt sein Werk, vor dem Zeiger für Stunden und Minuten drehen, verblüffend dreidimensional. Im 39.5Millimeter grossen Roségoldgehäuse der «L.U.C XP Urushi Year of the Dragon» verbaut Chopard das hauseigene Automatikkaliber L.U.C 96.17-L mit massivgoldenem Mikrorotor, zwei Federhäusern und bis zu 65 Stunden Gangautonomie. Selbiges zeigt sich selbstverständlich durch einen Saphirglas-Sichtboden.

© Chopard

ABENDHIMMEL
Mit der «Grand Soir Automate Étoile de Monsieur Dior» feiert das französische Luxuslabel eine Premiere. Erstmals findet sich im Gehäuse ein mechanischer Automat, den ein elektronisches Quarzwerk antreibt. Am Anfang der Geschichte steht ein Stern, den der
spätere Top-Couturier am Abend des 18. April 1946 bei einem Spaziergang durch die Strassen von Paris fand. Dieser Glücksbringer inspirierte zur Gründung des Modehauses Dior. Zur Erinnerung ist das Zifferblatt der 38 Millimeter grossen und auf 28 Stück limitierten Gold-Armbanduhr wie eine Kulisse gestaltet. Die Fenster des Hauses im Zentrum von Paris füllen sich mit Licht. Nach Aktivierung des Automaten verwandelt sich der Himmel des Dioramas in ein Theater. Eine Sternschnuppe leuchtet auf und gleitet zum Horizont. Hinter Wolken aus graviertem Perlmutt erscheinen und verschwinden diamantbesetzte Sterne. Weil Brillanten die besten Freunde anspruchsvoller Frauen sind, trägt auch die Schale funkelnde Steine.

© Dior

JAPANISCHER DRACHE
Der Drache spielt nicht nur in der chinesischen, sondern auch in der japanischen Astrologie eine wichtige Rolle. Im Jahr des Drachen geborene Menschen gelten als fortschrittlich, mutig und vertrauenswürdig. Nicht nur diesen Zeitgenossen hat Grand Seiko die auf 88 Stück begrenzte «Red Dragon» zugedacht. Acht gilt in China nämlich als Glückszahl. Allerdings hat die japanische Nobelmanufaktur auf die prominente Abbildung eines Drachen verzichtet. Stattdessen ziert das Zifferblatt ein dreidimensional gefächertes Radialmuster in tiefem Burgunderrot. Am 40Millimeter messenden Stahlgehäuse mit edler Zaratsu-Politur werden sich Drachen die Zähne ausbeissen. Hinter seinem Sichtboden tickt das präzise Automatikkaliber 9S85 aus eigener Manufaktur mit flotten fünf Hertz. Bis zu zehn Bar Druck hat Wasser keine Chance, der Zeitmechanik Schaden zuzufügen.

© Grand Seiko

DRACHEN-STOPPER
Das Jahr des Drachen motivierte auch die Schaffhauser IWC zur Gestaltung einer entsprechenden Armbanduhr. Insgesamt 1 000-mal gibt es den «Portugieser Chronograph Year of the Dragon» mit 41 Millimeter grossem Edelstahlgehäuse. Untrügliche vordere Kennzeichen sind ein burgunderrotes Zifferblatt sowie damit kontrastierende vergoldete Zeiger und applizierte Stundenziffern. Burgunderrot symbolisiert die Farbe des Feuers, mit der man in China traditionell das neue Mondjahr begrüsst. Sie verspricht Langlebigkeit und Glück. Zur Begegnung mit dem Drachen muss man den Zeitmesser umdrehen und durch den Sichtboden auf den goldfarbenen Rotor des hauseigenen Automatikkalibers 69355
blicken. Nach Vollaufzug läuft dieses Uhrwerk mit integrierter Chrono-Funktion, Schaltradsteuerung und 30-Minuten-Totalisator rund 46 Stunden am Stück. IWC liefert den rückseitig entsprechend signierten Drachenstopper mit einem schwarzen Kalbslederund einem bordeauxfarbenen Kautschukband. Der Wechsel lässt sich bequem selbst vornehmen.

© IWC

WAHRHAFT MYSTERIÖS
Seit sieben Jahren bringt Jacob&Co. Armbanduhren mit Drachenmotiven auf den Markt. Als Hommage an das Jahr des Holzdrachens im traditionellen chinesischen Kalender entstand etwas Einzigartiges. Das «Mystery Tourbillon Coiled Dragon» verkörpert eine Kombination
aus Uhrmacherkunst und Métiers d’Art. Anspruchsvolle Zeitmessung führt ein Uhrwerk mit zentral angeordnetem Dreiachs-Tourbillon vor Augen. Gepaart mit fliegender Lagerung hat es so etwas nach gegenwärtigem Kenntnisstand noch nicht gegeben. Die künstlerische Facette repräsentieren zwei Miniatur-Drachenskulpturen. Deren Körper winden sich um besagten Drehgang. Gefertigt sind sie aus Roségold. Vollständig von Hand erfolgt die Lackierung. Zwei Diamanten mit jeweils 288Facetten dienen als Stunden- und Minutenzeiger. Darüber hinaus ist das 50-Millimeter-Roségoldgehäuse mit 192Diamanten im Hexagon-Schliff besetzt. Zusammen wiegen sie zwölf Karat.

© Jacob&Co.

PURPUR AM HANDGELENK
Bei Patek Philippe heissen die klassischen runden Armbanduhren «Calatrava». An das weibliche Geschlecht wendet sich Referenz 4997. Selbige erfuhr 2023 eine Neuinterpretation. Das Roségoldgehäuse mit 35Millimetern Durchmesser verfügt über einen diamantbesetzten Glasrand. Alles in allem trägt er 76Edelsteine. Unübersehbar ist das Rindslederarmband in leuchtendem Purpur. Das ebenfalls purpurfarbene Zifferblatt ziert ein Motiv aus konzentrischen Wellenlinien. Mehr als 50transluzide Lackaufträge erzeugen eine
faszinierende Tiefenwirkung. Die Messung der kostbaren Zeit vertraut Patek Philippe dem ultraflachen Manufakturkaliber 240 an. Es baut nur 2.53Millimeter hoch und besitzt einen massivgoldenen Mikrorotor. Weil mehr und mehr Frauen Spass an zeitbewahrender Mechanik finden, lässt sich das Automatikwerk durch einen Sichtboden bei der Arbeit
zusehen. Ausweis höchster Qualität ist das strenge Patek-Philippe-Siegel.

© Patek Philippe

RITTER DER TAFELRUNDE
Gemäss dem Dichter John Dryden zählte die Tafelrunde von König Artus zwölf Ritter. Allesamt verkörperten sie die ritterliche Ethik auf vollkommende Weise. Jenes Dutzend Männer bringt die Genfer Manufaktur Roger Dubuis in Gestalt rotgoldener Figuren ans Handgelenk. Hergestellt werden sie in einem aufwendigen Mikroskulptur-Verfahren. Der blaue Tisch besteht aus MuranoGlas. Hinzu gesellt sich weisses Limoges-Biskuitporzellan, welches an eine fantastische Landschaft mit gebrochenen Eisschollen erinnert. Umfangen wird die Szenerie von einem blauen Glasring, der ebenfalls im Murano-Verfahren entsteht. Über allem wölbt sich ein kratzfestes und natürlich gegen Lichtreflexe beschichtetes Saphirglas. Letzteres gehört zum Damaszener-Titangehäuse, das dem Druck des nassen Elements bis zu drei Bar widersteht. Für die präzise Fortbewegung der beiden Rotgold-Leuchtzeiger mit satinierter Oberfläche sorgt das aus 173 Teilen assemblierte Manufakturkaliber RD821SPS. Hinter einem Sichtboden vollzieht seine Unruh stündlich 28’800Halbschwingungen – und das nach Vollaufzug durch den Rotor ganze 48Stunden lang. Qualität und Ganggenauigkeit des markanten Ensembles attestiert das Genfer Siegel. Nach 28Exemplaren beendet Roger Dubuis die Produktion.

© Roger Dubuis

DATUM LINKS
1963 lancierte Jack W. Heuer seinen sachlich gestalteten Carrera-Chronographen. Vermutlich fünf Jahre später folgte die Carrera 45 Dato, Referenz 3147N. Ihre Besonderheit besteht in einem Fensterdatum bei «9». Hierfür musste das Familienunternehmen damals aus technischen Gründen nolens volens die dort drehende Permanentsekunde weglassen. An den weltweit ersten Armbandstopper mit Monofenster-Datum knüpft der Anfang 2024
vorgestellte TAG Heuer «Carrera Chronograph Dato Green» an. Im Gegensatz zur retrospektiven Datumsoptik kommen beim Newcomer zahlreiche Gegenwartsmerkmale
zum Tragen. Das beginnt beim 39Millimeter messenden «Glassbox»-Gehäuse aus Edelstahl.
Durch das hohe, doppelt entspiegelte Saphirglas über dem grün irisierenden Zifferblatt ist die übliche Lünette verzichtbar. Als weiterer Tribut an die Gegenwart versteht sich die bis zehn Bar reichende Wasserdichte. Auf der Höhe unserer Zeit befindet sich schliesslich auch das selbst entwickelte und gefertigte Automatikkaliber TH20-07 mit klassischer Säulenradsteuerung, 30-Minuten-Zähler bei «3» und beruhigenden 80 Stunden Gangautonomie.

© TAG Heuer

GENFER DRACHE
Kunst rund um die Uhr gehört zu SpeakeMarin wie das Salz zum Meer. In diesem
Sinn greift die «Art Serie Dragon» den Beginn des chinesischen Jahres auf. Das Gehäuse im Piccadilly-Stil gehört der neuen Generation an. Die Genfer Manufaktur lässt es aus Titan Grad fünf produzieren. Auf das Zifferblatt und den Boden blicken die weltweit insgesamt nur 28Besitzerinnen und Besitzer durch entspiegeltes Saphirglas. Bezüge zum Jahr des Drachens stellt das dreidimensionale Zifferblatt mit rot lackiertem Hintergrund her. Die applizierte Figur fertigen erfahrene Kunsthandwerker in Handarbeit aus Rotgold. Das hauseigene MikrorotorAutomatikkaliber SMA03 treibt zentrale Zeiger für Stunden und Minuten sowie zwischen «1» und «2» das als Sekundenzeiger dienende Markenlogo an. Die Befestigung am Handgelenk erfolgt per schwarzem Alligatorlederband mit Titan-Faltschliesse.

© Speake Marin

PUZZLE DES LEBENS
Um bei der Rolex «Oyster Perpetual DayDate 36» das farbenfrohe Puzzle des Lebens zu erzeugen, nutzen Spezialisten Grubenschmelz-Emaille, dessen Geschichte bis ins 11.Jahrhundert zurückreicht. Gehäuse und «President»-Armband mit verdeckter «Crownclasp»-Faltschliesse bestehen im Fall der abgebildeten Armbanduhr aus Gelbgold.
Das Zifferblattdesign basiert auf ineinandergreifenden Puzzleteilen in Türkisblau, Rot, Fuchsia, Orange, Grün und Gelb vor einfarbigem Hintergrund. Zehn BaguetteschliffSaphire in sechs verschiedenen Farbtönen dienen als Stundenindexe. Im geschwungenen oberen Fenster erscheinen nicht wie üblich die Wochentage. An ihre Stelle treten die inspirierenden englischen Wörter «Happy», «Eternity», «Gratitude», «Peace», «Faith», «Love» und «Hope». Durch die Zykloplupe der «3» zeigen sich anstatt des Datums nacheinander 31exklusive Emojis. Per Krone lässt sich beides nach Lust und Laune kombinieren. Im Inneren des bis zu zehn Bar wasserdichten Gehäuses kommt das zertifizierte Automatikkaliber 3255 aus eigener Manufaktur zum Einsatz.

© Rolex